Früher war alles anders und was die Fotografie betrifft nicht unbedingt besser. Auf Reisen gehörte eine gewisse Anzahl Filmrollen ins Gepäck. Die einzelnen Rollen wurden nach der Heimkehr zum Entwickeln gebracht, je Rolle 24-36 Bilder. Nun hieß es Warten. Die Entwicklung dauerte zwischen einem Tag und einer Woche. Mit zittrigen Fingern wurde gleich an der Theke des Fotogeschäfts der Umschlag geöffnet und das Lächeln der Vorfreude wich einem Stirnrunzeln. Die Erinnerung an den Urlaub, an die Reisen zu tollen Sehenswürdigkeiten, um unscharfe, verwackelte und über- oder unterbelichtete Fotos reduziert, blieben 24 Schnappschüsse übrig, die in ein praktisches postkartengroßes Klappalbum passten.
Ist die digitale Fotografie Segen oder Fluch?
Heute reist die Digitalkamera in den Urlaub mit. Auf Reisen werden 36 Bilder in einer Stunde geschossen, auf dem Display betrachtet und später im Computer sortiert. Nach dem Urlaub kann die digitale Fotografie dann auch zum Fluch werden, zumindest wenn ein Erinnerungsalbum entstehen soll. Wie soll bitte aus knapp 1000 Bildern ein handliches persönliches Fotobuch entstehen? Die einmaligen Urlaubserinnerungen in einem Fotobuch festhalten, aus dieser Zusammenstellung einen einzigartigen Bildband entstehen lassen, wird zur großen Herausforderung und Aufgabe. Für dieses Fotobuch, individuell gestaltet und mit netten Beschreibungen und witzigen Texten versehen, hat man somit jedoch auch die freie Auswahl, welche die eindrucksvollsten und ausdrucksstärksten Bilder und Motive sind. Ein Aufwand, der sich mehr als lohnt, wenn man dann sein eigenes kleines, gedrucktes Meisterwerk in den Händen hält.

Bildquelle: fambooks